Wildkrankheiten

Maul- und Klauenseuche


Die Maul- und Klauenseuche ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die vor allem Klauentiere (Paarhufer) betrifft. So sind vor allem Rind, Schaf, Ziege und Schwein von der Maul- und Klauenseuche betroffen. Die infizierten Tiere entwickeln Bläschen (Aphthen) an Lippen und Zahnfleisch sowie nussgrosse Blasen an den Klauen. Bei Milchtieren sind auch die Euter und Zitzen betroffen. Die Maul- und Klauenseuche ist für die Tiere sehr schmerzhaft. Bei erwachsenen Tieren kann sie gutartig verlaufen, bei Jungtieren ist sie oft tödlich. Eine wirksame Therapie gegen den Virus steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Auch das Schalenwild (Schale steht für Klauen) unserer Wildtiere wie zum Beispiel Rotwild, Rehwild sowie das Wildschwein ist für die Krankheit empfänglich. Daus Auftreten der Seuche wurde beim Wild jedoch bisher nur in wenigen Einzelfällen im Zusammenhang von Haustier-Seuchenzügen der Maul- und Klauenseuche beobachtet.

Die Krankheit verläuft bei Rot-, Dam-, Sika- und Muffelwild glimpflich. Die Infektion heilt meist schon nach zwei Wochen bei infizierten Stücken aus, weswegen es nur sehr wenige Berichte über die Erkrankung dieser Wildtiere gibt. Beim Rehwild verläuft die Erkrankung mit der Maul- und Klauenseuche hingegen, vor allem beim Jungwild, äusserst akut. Bläschenbildung im Äser und an allen vier Läufen sind charakteristisch.

Nahrungsaufnahme und Bewegungsfähigkeit sind daher nach Ausbruch der Krankheit massiv behindert. Oft kommt es zum einem starken Durchfall und die erkrankten Kitze verenden oft innerhalt weniger Tage. In Zeiten der Futternot sterben aber auch adulte Rehe wegen der Schwächung ihrer Abwehrkräfte an der Maul- und Klauenseuche.

Beim Schwarzwild werden vorwiegend nur die Schalen befallen, seltener die Rüsselscheibe oder die Mundschleimhaut. Deshalb ist Lahmheit das wichtigste Erkennungsmerkmal für eine Infektion des Wildschweines an der Maul- und Klauenseuche.


Für den Menschen sollte der Erreger der Maul- und Klauenseuche ungefährlich sein, auch wenn die Krankheit auf den Menschen übertragbar ist. Es gab einige wenige Ansteckungen von Menschen, bei ihnen löst die Infektion jedoch keine oder nur sehr milde Symptome aus.

Folgend ein Infoblatt des Veterinärwesens Schweiz zur Lektüre:

Download
Infoblatt Maul- und Klauenseuche des Bundesamtes für Veterinärwesens BVET
Maul- und Klauenseuche Infoblatt Veterin
Adobe Acrobat Dokument 231.0 KB