Wildkrankheiten

Viruserkrankungen beim Wild

Schweinepest


Neben der klassischen Schweinepest (europäische Schweinepest), eine fieberhafte Viruserkrankung mit verschiedenen Verlaufsformen und eine der gefährlichsten Schweinekrankheiten überhaupt, gibt es auch die afrikanische Schweinepest. Beide Viren, obwohl miteinander nicht näher verwandt, verursachen Erkrank-kungen bei Haus- und Wildschweinen, sind für den Menschen aber nicht gefährlich.

Zur Zeit, September 2017, ist die Schweiz frei von beiden Viruserkrankungen. Sie tritt aber in Europa immer wieder mal auf.

Folgend ein Informationsblatt des Bundesamtes für Veterinärwesen zur Schweinepest:

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Merkblatt Schweinepest beide Formen - Bundesamt für Veterinärwesen 2014
KSP+ASP_Faltblatt_d_Web.pdf
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Für beide Krankheiten gibt es verschieden Verlaufsformen. Typ-isch sind hohes Fieber und plötz-liche Todesfälle. 

Auf der Haut können punkt- oder flächenförmige Blutungen sowie bläuliche Verfärbungen der Ohren auftreten - wie auf den jeweiligen Bildern auf der rechten Seite bei Hausschweinen ersichtlich.


Da diese Verfärbungen bei Wildschweinen nicht leicht ersichtlich sind, muss der Jäger vor allem aus den inneren Organen Verdachtsmomente für die Krankheit finden. Klassisch wären die stecknadelkopfgrosse punktförmigen Einblutungen in der Niere, wie auf den nebenstehenden Bildern ersichtlich.

Weiter typisch sind stecknadelkopfgrosse, punkt-förmige Blutungen auf dem Kehldeckel, im Bauchfell, in der Darmwand, in der Magen- und Harnblasen-schleimhaut. Ebenso typisch sind Blutungen im Lungengewebe sowie eine hochgradig blutige Dick-darmentzündung. Die Lymphknoten sind blutig infil-triert und marmoriert.


Äusserliche Merkmale bei Wildschweinen sind ein schwankender Gang, umkoordinierte Bewegungen, Abge- schlagenheit und Teilnahmslosigkeit (Apathie) bei hohem Fieber. Weiter Krämpfe, Erbrechen und blutiger Durchfall. 

Die erkrankten Stück trennen sich von der Rotte und werden auch tagaktiv. Sie halten sich häufiger in lichten Beständen, auf Waldlichtungen, Feldern, Wiesen oder in unmittelbarer Nähe von Ortschaften und Stallungen auf, weil hier eine leichtere Nahrungsaufnahme gewährleistet ist. Auffällig ist ebenfalls das vermehrte Aufsuchen von Wasserstellen zum kühlen und schöpfen auf Grund des hohen Fiebers. 

Schwerkranke Stücke reagieren kaum auf Annäherungen von Menschen und Hunden - Verlust von Scheu und Änderung des Fluchtverhaltens! Die Nahrungsaufnahme ist dann sehr gering und die Wildschweine kommen stark ab.