Wildkrankheiten

Viruserkrankungen beim Wild

Staupe


Die Staupe ist eine seuchenartige hoch ansteckende Viruserkrankung durch den Canine Staupevirus. Bei unseren Wildtieren sind vor allem die Raubtiere wie Fuchs, Dachs, Marder oder der Luchs von dieser wichtigen Raubtierkrankheit betroffen. Aber auch unsere raubtierartigen Haustiere wie Hund und Katze können am Staupevirus erkranken.

Vor der Einführung der Impfung für die Staupe in den 60er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts galt sie viele Jahrhunderte lang als eine der verlustreichsten Hundekrankheiten überhaupt. Für den Menschen ist der Virus grundsätzlich nicht gefährlich, da auf ihn nicht übertragbar.

Die typischen Symptome der Staupe sind schleimiger Nasen- und Augenausfluss, Husten, Fieber, Erbrechen, Durchfall und starker Gewichtsverlust, einhergehend mit Appetitlosigkeit und Apathie. Die Krankheit kann einen milden Verlauf nehmen, wird jedoch das Nervensystem betroffen, so geht das erkrankte Tier meist ein.

Beim Raubwild kommen auf Grund der allgemeinen starken Schwächung und der damit verbundenen Abmagerungen meist andere Krankheiten hinzu, die in Kombination ein langsames Siechtum bis hin zum Tod bewirken.

Raubwild, das zusätzlich zum schwachen Allgemeinbild auch Verhaltensänderungen, Krämpfe, Lahmheit, Kreisbewegungen oder weitere allgemeine Bewegungsstörungen zeigt, sollte unbedingt von seinem Leiden erlöst werden. Eine zu hohe Populationsdichte verstärkt die Verbreitung des Staupevirus zusätzlich.

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Merkbaltt Staupe - Zentrum Wildtiermedizin Bern
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Staupe beim Haushund - Bild: Wikipedia
Staupe beim Haushund - Bild: Wikipedia