Wildgalgen und Sau vom 26.1

Aus gegebenen Anlass möchte ich meinen ersten Testbericht zum Wildgalgen verfassen.

 

Ich war gestern abend wieder wegen der Sauen im Revier und spürte diese in einem Waldstückchen auf. Da diese aber in mehrere Richtungen aus dem Wäldchen wegziehen konnten, rief ich den Jagdleiter an und fragte ihn ob er Lust habe mich bei der Jagd zu unterstützen.

Natürlich hatte er und machte sich sofort auf den Weg zum besagten Wäldchen. Aber die 15 Minuten die er benötigte, waren bereits zu lang... die Wildschweine zogen schon vorher auf der von mir abgewandten Seite den Hügel hoch. Als ich ihm das mitteilte, meinte er, dass wenn er schon da sei (es schlug gerade 22.00 Uhr), könne er gleich in Richtung der weggezogenen Sauen hoch zur Weide und nachschauen ob sie dorthin kämen.

Ich entschied mich ebenfalls für einen Ortswechsel und so trennten wir uns wieder.

Kurz vor 23.00 Uhr dann der Anruf des Jagdleiter: er hatte einen Keiler strecken können!

Die von mir gesehenen Wildschweine, vielleicht aber auch eine andere Rotte, tauchte wirklich dort oben auf.

Diesmal machte ich mich umgehend auf den Weg um ihm beim Aufbrechen zu helfen und wieder kam der Wild- galgen wie am Abend zuvor zum Einsatz.


Wirklich toll das Teil!

Wie bereits hier im Blog erzählt, kann der Wildgalgen auch zum Bergen genutzt werden. Ich hatte an jenem Abend zuerst meine Zweifel, ob die Zugkraft das Gewebe des Wurfes nicht aufreissen lässt, es hielt dem Zug aber problemlos stand.  Gut, es halfen noch zwei Personen mit, doch hatte ich schon ziemlich Zug drauf.

Vorteilhaft beim Wildgalgen ist der lange Bergegurt, das einerseits zum Ziehen über die Schulter geworfen werden kann und lange genug ist, dass weitere Helfer bei der Bergung mithelfen können und andererseits als Halterung zum Beispiel an Bäumen für das Wild dient.

Und dabei ist der Wildgalgen nicht einmal so schwer und passt zusammen mit dem Flaschenzug sehr gut in den Rucksack. Die angeschliffenen Spitzen helfen beim Einhessen in die Sprunggelenke oder beim Einschlagen in den Wurf des Wildschweines.

Auch der leichte Flaschenzug mit einem kleinen Packmass ist eine super Sache. Es fehlte zwar die Bremse, hat aber keine grosse Rolle gespielt. Neu seit dem Januar 2016 gibt es bei wildgalgen.de einen Flaschenzug Pro mit Seilklemme. Sicherlich eine tolle Weiterentwicklung, die Sinn macht!

Ohne Flaschenzug hätte uns das Wildschwein vom Montag, das vor dem Aufbrechen sicherlich 60 kg wog, zum Aufhängen jedenfalls viel mehr Schwierigkeiten bereitet. So fixierten wir den Gurt am Baum, hängten den Flaschenzug dran, zogen diesen dann runter zum bereits in die Läufe eingehessten Wildgalgen und machten den Karabiner daran fest. Dann wurde der Keiler hochgezogen und das Seil am Auto festgebunden. Fertig und bereit zum Aufbrechen. Der Keiler am heutigen Abend wog aufgebrochen "nur" 35 kg trotzdem haben wir ihn ebenfalls mit dem Flaschenzug hochgezogen.

Noch kurz ein kleiner Tipp:

Zumindest das Wildschwein sollte nicht zu hoch und frei hängend hochgezogen werden. Beim Aufbrechen kann sich der Wildkörper dann zu frei bewegen. Bei mir war es besser, wenn das Haupt der Wildsau leicht den Boden berührte und damit etwas fixiert wurde.

Der Wildgalgen war somit für mich eine sehr sinnvolle Investition und wird sich zukünftig durch häufigen Gebrauch auszeichnen!

Waidmannsheil, der Waldläufer

  

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