Regen, Regen, Regen!  Nachsuche-Übung und Aufdocken des Schweissriemens...

Wegen des Regens letzte Woche war es mir überhaupt nicht danach den Wildschweinen nachzustellen, zumal es in unserem Revier glücklicherweise zur Zeit sehr ruhig ist. Und am Sonntag Abend, den ersten Abend ohne Dauerregen, war es mir aus privaten Gründen nicht vergönnt draussen zu sein... Schade!

Nachsuche-Übung mit Gianna

Dafür habe ich um 18.00 Uhr kurz eine Fährte für meine Hündin gespritzt, die ich schliesslich auch am Montag morgen mit ihr gelaufen bin.

Wegen der Stabilisierung ist das Bild nicht mehr so verwackelt, dafür leidet jedoch die Qualität...


Die Fährte ist sie grundsätzlich gut gelaufen. Sie nimmt den ersten Winkel nach rechts bei Minute 2:00 sehr gut. Auch den zweiten Winkel nach links bei Minute 3:45 findet sie nach kurzem Rundgang.

Jetzt müsste sie der Fährte nur schräg den Hang hoch folgen, geht aber in Minute 4:10 wieder rechts weg!

Entweder hat ein Wildtier die Fährte etwas vertreten, oder sie folgt einer Gesundfährte... Da wir nicht mehr allzu weit von der Decke weg sind, lasse ich sie wieder gewähren.

An ihrem Verhalten merkt man, dass sie einer gesunden Fährte folgt. So sieht man in Minute 5:55 wie sie an einer kleinen Tanne riecht. Dort muss ein Rehbock kurz verfegt haben. Die Spuren davon waren gut sichtbar, leider sind sie im Video nicht ersichtlich..

In Minute 6:58 ist dann der Lagerplatz eines Rehes gut erkennbar. Und in Minute 7:37 ist bereits die Decke in der linken oberen Ecke zu erkennen. Gianna möchte zunächst rechts daran vorbei einer scheinbar sehr interessanten Fährte folgen, korrigiert dann jedoch auf meinen Zuruf hin (Minute 8:03) zurück in Richtung Decke, die sie schon längst bemerkt haben muss!

Die Übung war für mich jedenfalls spannend und es war interessant zu sehen, wie meine Hündin die Decke praktisch umlaufen und von hinten her gefunden hat. An einer Prüfung hätte ich jedoch schon lange zuvor einen Abruf erhalten, weil Gianna die Fährte definitiv verlassen hatte.

Wer mit seinem Hund auf einer echten Wundfährte oder einer ihm unbekannten Trainingsfährte läuft, sollte immer Markierungsband mit sich führen, damit er vorgefundenen Schweiss (Blut) markieren kann. Wenn dann der Hund die Fährte verlassen hat, oder man sich unsicher ist, ob er der Fährte noch folgt, so kann der Hund an der letzten Markierung mit nachgewiesenem Schweiss wieder angesetzt werden!

Schweissriemen aufdocken

Im Bericht vom 8. Mai hatte ich mich im Aufdocken des Schweissriemens versucht. Beim Startbild hatte ich ja bereits darauf hingewiesen, dass der Beginn falsch sein müsse. Das Ergebnis war ja auch nicht berauschend!

Links nun das Ergebnis mit dem Start der Schlaufe "unten durch". Das weitere "Schlaufenziehen" geht nun viel natürlicher und einfacher von statten! 

Das Resultat ist noch nicht perfekt, sieht aber schon sehr gleichmässig aus. Geht auch sehr schnell... Jedoch dauert das Vorbereiten des Schweissriemens (vier gleichmässige aufeinander liegende Riemen) noch deutlich zu lange.


Allen viel Waidmannsheil und schönen Anblick, der Waldläufer

  

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Kommentare: 2
  • #1

    Jagtstøvler (Mittwoch, 18 Mai 2016 16:10)

    Das Wetter ist keine Kontrolle. Es ist super gutes Training für den Hund unter diesen Wetterbedingungen .

  • #2

    Der Waldläufer (Mittwoch, 18 Mai 2016 22:26)

    Hallo Jagtstøvler!
    Danke für deinen Kommentar... Ja, du hast recht, feuchtes Wetter bedeutet meist viel bessere Bedingungen für die Hundenase als heisses und trockenes Wetter!
    Und es ist absolut korrekt, dass mit dem Hund bei jedem Wetter trainiert werden sollte...
    Waidmannsheil, der Waldläufer