Neues aus dem Jägerhaushalt oder warum Jagd ohne Hund Schund ist

Ostern...

Normale Menschen haben Familienstress - wir nicht - wir haben Packstress!

Drei Hunde, zwei Menschen und fünf Tage jagen - Minimalismus geht anders.


Also die sieben(hunderttausend) Sachen gepackt, viel zu lang im Stau gestanden, endlich angekommen,  SchnickSchnackSchnuck um die beste Kanzel gespielt, Hunde versorgt, eingekauft, gefischt, miteinander Schabernack getrieben, was man halt so macht.

Irgendwann endlich die Sachen gepackt und los. Die Kanzeln sind riesig und super erreichbar mit einem kleinen Hund, da ich froh bin um die kleine süsse Wärmflasche, nehme ich Frau Beagle gerne mit. Sie ist ein hervorragender Kanzelwecker, Wärmflasche und Kuscheltier zugleich.

Im 160er Bett ganz gemütlich eingerichtet, gelesen, geguckt, Seele baumeln lassen und irgendwann schliesslich weggepennt.


Ich hab nicht so richtig mit Sauen gerechnet. Irgendwann trat mir mein Hund ins Gesicht, ich wollte sie schon böse zusammenfalten... da hörte ich es knacken und grunzen an der Kirrung, Lotte mit Handbefehl ins Platz bugsiert, leise, ganz leise die Waffe in Anschlag genommen (wohlgemerkt in Pölter und Schlafsack eingehüllt), ein Gewusel der fünf Überläufer...

Gewartet und gewartet...

Pienzer von Lotte...

Grunzer, vorbei?

Da!

Eine steht frei!

Der Knall überrascht mich jedes Mal von neuem.

Repetiert, gespannt, gewartet.

Jagdfieber ohne Ende...

20 Minuten auf der Kanzel ausgeharrt, aber es tut sich nichts mehr. Die Sau liegt still neben der Maiskiste. Immer auf das kleinste Stück, was in diesem Fall schwierig war, denn es waren alle etwa gleich gross.

Ich konnte eine Überläuferbache erlegen, sehr jung dem Zahnstatus nach zu urteilen, vielleicht knapp einjährig, sie hatte 6 Fruchtanlagen inne und wog knapp 30 Kilo.

Was für ein Waidmannsheil dank der kleinen Wärmeflasche!

Alica Junker


Kommentar schreiben

Kommentare: 0