Mädelstruppe

„Können wir nicht einfach alle mal zusammen jagen?“

diese Frage stellte sich unsere kleine, aber verschworene Mädelstruppe.

Wir sind alle aktive und passionierte Mädels quer durch die Republik, halten aber engen Kontakt, treffen uns regelmässig irgendwo, aber die Drückjagdsaison führt uns nur selten zusammen.


Es dauerte eigentlich gar nicht lang klar zu machen, wo wir hinkönnten, das Revier von einer von uns liegt strategisch perfekt in der Mitte, dort treffen wir uns!

„Ich komme als Durchgeherin!“

mal acht, das ergab natürlich ein Problem allerbester Güte....

Wer schiesst, wenn wir uns fast alle durch die Büsche schlagen?

Nur zwei sind wirklich gern Standschützinnen.

„Die Jungs!“ Klar. Also unsere Herren mit eingespannt.
Die besten Planungen sind die, die zu Anfang auf einem Thekenzettel anfangen und das war genau so.

So trafen wir uns endlich nach langer Abstinenz in der Mitte Deutschlands und da ich mir sicher war, dass zwei liebe Freundinnen - völlig jagdunerfahren aber durchaus interessiert - auch in den ganz und gar unzickigen Haufen passen würden, habe ich sie kurzerhand dazu gepackt. Die beiden wollten unbedingt mal Hunde, Männer und uns Mädels in Aktion erleben.

Kurzum: Es war eines der gelungenstes Wochenenden aller Zeiten.

Unsere beiden Jungjägerinnen erlebten eine gut organisierte, disziplinierte Jagd und unsere vielen, bunt gemischten Hunde zeigten tolle Arbeit. Jeder Hund zeigte sich nochmal extra von seiner Schokoladenseite. Barthildi zeigte ihre „ich kann auch eine Bracke sein“ Seite... denn nach dem ersten Trieb war sie verschollen, zum ersten Mal in dieser Saison!

Die Zwergwestfalenterrierdame demonstrierte, dass sie nicht nur Sauen, sondern auch Füchse zum Fressen gern hat, Lotte, mein Beagle, zeigte, dass Beagle sturköpfig sind und jagen, solange es etwas zu jagen gibt, die Meutehunde stöberten überall und standen diszipliniert bei Fuss nach Abfiff.

Sogar die beiden Hunde der Jungjägerinnen durften mit in den Trieb und es zeigte sich, wie so oft, dass Trieb, die Freude und Arbeit der anderen Hunde ansteckend sein kann. Der eher schussängstliche Hund schaute beim Schuss kaum auf und wollte unbedingt weiter und der Jäger kam ebenfalls auf seine Kosten, er durfte mit dem kurzjagenden Weimaraner mit und schaute sich ziemlich gut ab, wie man kurz um den Hundeführer herumjagt. Frauchen war überglücklich! Da steht wohl bald der Jagdschein ins Haus.


Es macht Spass die Jagd als das, was es ist, zeigen zu dürfen. Wenn man an Schützen vorüberläuft, die einem erklären, dass sie zwar Anblick hatten, aber alles zu weit oder zu schnell war, sie es trotzdem genossen haben, wenn man zeigen darf, was man im Wald sieht und gemeinsam nach der Jagd noch isst, trinkt und viel, viel, sehr viel zu erzählen hat.

It was a blast! Danke an alle Beteiligten und unsere hervorragende, wunderbare Jagdleiterin!

Waidmannsheil!

Eure Alica


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