Unterwegs mit dem Rottensprenger

Andi und ich durften Andreas Schniete eine Woche lang bei der Arbeit mit seiner Hundemeute begleiten. Wir jagten während sechs Tagen in zwei unterschiedlichen Ländern auf Rot-, Dam-, Schwarz- Reh-, und Raubwild!


Es ist höchst interessant die Meute während den Jagden zu beobachten und mitzuverfolgen wie die Hunde zusammen jagen. Die Finder die sich etwas weiter vom Meuteführer wegbegeben und das Wild aufspüren und anjagen, während die Packer dicht beim Meuteführer bleiben und die umliegenden Dickungen peinlichst genau ausarbeiten.

Erklingt aber Standlaut von einem der Finder gehts ab!

Alle Hunde zusammen versuchen das sich stellende Wild in Bewegung zu bringen oder die Rotte zu sprengen und sie somit nich nur einem Schützen zuzutreiben.
Verletzte oder schwache Stücke werden gnadenlos gestellt und solange festgehalten und verbellt bis das kranke Stück erlöst werden kann. Während den sechs Jagdtagen stellten die Hunde elf verletzte Stücke, die von uns abgefangen oder durch einen Fangschuss erlöst werden konnten. Dies erspart zum einen komplizierte Nachsuchen durch dichtestes Buschwerk oder steile Bromberverhaue und zum anderen wird die Leidenszeit der Stücke stark verkürzt.

Viele Jäger, die an solchen Drückjagden teilnehmen, können sich gar nicht vorstellen, wie viel Arbeit hinter einer solch perfekt funktionierenden Meute steht!

Während die Jäger gemütlich im Schüsseltreiben sitzen und dem Jagdlatein fröhnen, ist der Meuteführer wieder bei seinen Hunden. Er ist damit beschäftigt die Hunde zu füttern, kleinere Verletzungen nochmals genauer zu untersuchen und eventuell zu verartzten oder den Hunden, die nicht im Einsatz standen auch den nötigen Auslauf zu gewähren. Wenn alle Hunde wieder versorgt sind, wird das Navi für die nächste Jagd programmiert und schon ist man wieder auf Achse.
In den fünf Nächten zwischen den Jagden legten wir knapp 2000km zurück, klingt jetzt nicht nach sonderlich viel, wenn man aber den ganzen Tag in den Dickungen rum rennt und nicht viel schlaf hat, geht einem das Ganze schon brutal an die Substanz.

Hut ab vor deiner alljährlichen Leistung, Andreas!!

Wir haben dich eine Woche begleitet, deine Saison aber geht von Mitte August bis Ende Januar...

das sind verdammt viele Jagden,

verdammt viele zurückgelegte Kilometer und

verdammt wenig Schlaf...!!!

Waidmannsgrüsse, euer WildHunt vom Schweizer Jagdblog