Rückblick Herbstjagd/Frühling

Die Herbst- und Frühlingsjagd 2019/2020 war geprägt von vielen ausserordentlichen Erlebnissen und Jagdgeschichten...

Leider wurden all die spannenden Geschichten aus Zeitmangel im Jagdblog nicht erzählt, was sehr schade ist.

 

Zunächst mal wurde unser Revier im Herbst und Winter von Wildschweinen schier überrannt. Knapp 30 Wildsauen konnten in unserem Revier erlegt werden (einige wenige Filme davon können auf unserem Youtube-Kanal angeschaut werden).

Eine sehr intensive Zeit mit vielen nächtlichen Einsätzen von drei, vier bis fünf mal die Woche waren die Folge, weshalb eine Berichterstattung hier im Jagdblog bedingt durch Zeitmangel und der mit den nächtlichen Einsätzen einhergehenden Müdigkeit nicht mehr möglich war. 

Viel zu schnell vergeht die Zeit...

Vor allem wenn man des Nachts so viel Anblick von Schwarzwild hat. Praktisch keine Nacht verging ohne mindestens eine Sichtung, keine Woche ohne ein erlegtes Wildschwein... unfassbar! Und toll, wie schön die Jagd mit gleichgesinnten und ebenfalls intensiv jagenden Kameraden ist!

Im Gegenzug war dafür tagsüber auf der Herbstjagd bei mir persönlich auf den Ständen wenig bis gar nichts los.. .auch das gibt es... dafür geniesst man die herrlichen Tage, das Zusammensein mit Gleichgesinnten und gemütliche Aser am lauschigen Feuer.

Das einzige von mir erlegte Reh war nur durch die Einladung in das Revier eines sehr geschätzten Freundes im Thurgau möglich...

Und auch hier wird mir speziell der erste Jagdtag als sehr aussergewöhnlicher Jagdtag im Gedächtnis haften bleiben... mit Jagdgeschichten wie die von den zwei Wildschweinen, die erst nach einiger Zeit neben einem Jäger hochgehen, gerade als dieser sich kurz erleichtert... oder die Rotte Sauen, die kurzerhand zwischen einigen Jägern hindurch über einen Zuckerrüben-Lager das Weite sucht...

Auch solche Jägergeschichten zeigen sich auch ohne direkten Jagderfolg immer wieder als äusserst spannend und unterhaltsam... und sorgen am abendlichen Feuer mit einem Gläschen roter oder weissen Flüssigkeit für entspanntes Gelächter.

Klar, dass dann erst recht ordentlich Jägerlatein gesponnen wird!

Ein sehr spannendes Erlebnis war dann noch auf unserer Fuchsjagd ein Luchs (oder auch vier??), den ich zum ersten Mal bei uns beobachten konnte!

Gleich vier Mal spazierte er im Treiben an meinem Stand vorbei... jeweils mit nur wenigen Minuten Abstand. Beim ersten Mal war ich so baff, dass ich doch glatt das Filmen mit meinem Handy vergass. Die nächsten Male habe ich versucht den Luchs auf den Filmen festzuhalten, er ist jedoch nur kurz und schlecht sichtbar (hier...), man muss schon sehr genau hinsehen!

Hoffentlich auf Bald mit weiteren Jagdgeschichten!

Waidmannsgruss