Live life to the fullest, hounddog!

Die erste stramme Woche mit drei Jagden geht zu Ende. Lotti muckelt zufrieden unter der Bettdecke und möchte da heute auch bitte nicht mehr vorkommen.


Es ist schon sehr krass, was so ein kleiner Hund an Kilometern im steilen Gelände leisten kann. Der Schwarzwald fordert immer heraus und die Jagd im Emmental gestern war zwar als „gemütlich“ angesetzt für sie...

Aber man sollte die Rechnung nie ohne Lotti machen. Geplant waren vier Triebe, dazwischen Mittagspause. Lotti sollte nur den ersten und den letzten Trieb eingesetzt werden, war dann aber doch immer dabei...

Giftig war sie die Woche, der kleine Hund. Es wurde in ihren Augen zu wenig Beute gemacht, was gestern darin resultierte, dass sie auch nach dem Abblasen des letzten Triebes noch lange nicht aufhören wollte und noch eine gute halbe Stunde überjagte.

Im Emmental ist mir das ja grundsätzlich mal wurst, wir haben Kaffee auf dem Feuer gemacht und Kuchen gegessen, Lottis Geläut im Ohr. Herrlich!

Man merkt ihr die Erfahrung an... Dickungen, die sich nicht lohnen, werden den jungen Wilden überlassen. Sie hält nur die Nase dran und weiss, was Tinte ist. Aber wehe, es steckt etwas im Busch!

Dann wird aus meiner Beaglette ein heisser Feger „auuuuwwwwwww“ und los!

Wie oft schaut sie mich mitleidig an, wenn ich auf allen vieren keuchend durch den Busch krieche

„Ich hab dir doch gesagt, da ist nichts drin...“

....um dann wieder für eine halbe Stunde oder so zu verschwinden.

„Jiff jiff jiff!“


So viele Jagden liegen noch vor uns und ich freue mich riesig darauf. Obwohl ich erst grosse Zweifel hatte, ist Lotte zum richtigen Zeitpunkt wieder topfit und geniesst in vollen Zügen. 

Live life to the fullest, hounddog 

Eure Alica


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