Wildbret

Wildbret Lagerung


Das erlegte Wild reift nach der Erlegung zunächst einmal, je nach Alter und Gewicht, drei bis sieben Tage in der Kühlzelle und wird dann zerwirkt, das heisst für den Verzehr portioniert. Anschliessend hält sich das direkt zum Verzehr bestimmte frische Wildbret im Kühlschrank an der kühlsten Stelle problemlos zwei bis drei Tage.

Wildfleisch eignet sich gut zum einfrieren, sollte aber erst nach abgeschlossener Reifung eingefroren werden.

Am längsten hält sich das Gefriergut wenn es vakuumiert wurde. Und lieber mehrere kleine Portionen vakuumiert einfrieren als eine grosse Portion. Die Kühltemperatur sollte konstant -18° Celsius betragen, damit eine lange Haltbarkeit gewährleistet wird.

Nachfolgend die ungefähren Lagerzeiten je nach Wildbret:

Wildart                                     Lagerzeiten in Monaten       
mageres Reh-, Damwild, Rotwildfleisch                     12 - 18
mageres Gams- und Muffelwild                  12
Schwarzwild / Wildschwein                 6 - 10
Hase und Wildkaninchen                  8
Wildgeflügel (ausser Fasan)                  6 - 8
Fasan                        4 - 6
Wildlebern und Herzen                  6
Dachs                       4 - 6

Auftauen


Das Wildbret sollte zum langsamen Auftauen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Auftauzeit kann dann ein bis zwei Tage betragen. Die beim Auftauen entstehende Flüssigkeit sollte immer weggegossen werden.

Wenn es schnell gehen soll, kann das Wildbret auch bei Zimmertemperatur aufgetaut werden, was etwa 12 Stunden dauern sollte. Dies ist aber weniger zu empfehlen, da sich hier auch allfällig vorhanden Bakterien wegen der Wärme gut vermehren können.

Wenn, dann gleich die Methode für ganz Eilige: das noch eingepackte Wildbret im warmen Wasser auftauen. Dies hat aber auch einen leichten Qualitätsverlust zur Folge.

Sollte etwas unklar sein, schlecht formuliert oder unzureichend dokumentiert, oder habt ihr sonst einen Input, so kontaktiert mich bitte unter info@schweizer-jagdblog.ch und weist mich gerne darauf hin!

 

Waidmannsdank, der Waldläufer